
Kronen Zeitung
FINALCHAOS IN BERLIN
Bayern-Fan verärgert: „Davon hat keiner etwas“
Markus Spreitzer, Obmann des steirischen FC Bayern-Fanclubs Murtal, hat eine perfekte Saison hinter sich. Zur Meisterschaft feierten die Murtaler ihr zehnjähriges Jubiläum. Samstag erlebte Spreitzer das Pokalfinale in Berlin live im Olympiastadion mit. Alles war perfekt. Nur der übermäßige Gebrauch von Pyrotechnik ärgerte ihn.
Spreitzer und ein Kollege fuhren neun Stunden mit dem Auto nach Berlin. Kurz nach ihrer Ankunft gab es am Nachmittag am Potsdamer Platz gleich ein Highlight. Die Steirer trafen zufällig Bayerns österreichischen Sportdirektor Christoph Freund: „Das war natürlich sehr cool.“
Dann gab es auch noch ein Treffen mit dem FC Bayern-Fanclub aus Bärnbach, der mit einem elektrolytischen Getränk begossen wurde. Im Anschluss ging es ins Stadion. Die Atmosphäre und die Choreografien begeisterten Spreitzer.
„Sehr pragmatisch, vier Chancen, drei Tore“
Zum 3:0-Sieg seiner Bayern lachte er: „Das war ein sehr pragmatischer Erfolg, vier Chancen, drei Tore. Wir waren nicht unbedingt drei Treffer besser. Den Unterschied hat einfach Harry Kane ausgemacht. So einen Spieler hat Stuttgart halt einfach nicht.“
„Da gehört eine klare Diskussion her“
Ärgerlich fand er den extremen Einsatz von Pyrotechnik in der zweiten Hälfte von beiden Fanlagern: „Ich bin kein strikter Gegner davon. Aber so ist es uninteressant,da hat keiner etwas davon. Unterbrechungen braucht keiner.“
Auch der ARD-Kommentator fand es nciht lustig: „Es dampft aus der Schüssel – wir würden aber gerne mehr Fußball sehen.“ Tatsächlich war davon für den TV-Zuschauer einige Minuten nicht sonderlich viel zu erhaschen, denn die Übertragung wurde von den Rauchschwaden mehr als beeinträchtigt. Der Reporter ironisch: „Die Roten haben den Ball – so viel kann ich sehen.“ Spreitzer nickt: „Da gehört eine klare Diskussion zwischen dem Verband, den Vereinen und den Fans her. Das müsste viel besser abgestimmt und gelöst werden. Dann hätte jeder etwas davon.“
„Hätten schon mehr Respekt zeigen können“
Spreitzer, der 2022 in Mailand rund um ein Spiel auch schon einmal Ex-Bayern-Star Stefan Effenberg getroffen hat, nimmt sich nie ein Blatt vor den Mund. Zu der Sabotageaktion von Fans von 1860 München bei der Meisterparty auf dem Marienplatz in München sagt er: „Das war schon irgendwo eine grenzgeniale Aktion. Aber sie hätten bei der Formulierung schon mehr Respekt zeigen können. FC Bauern Hurensöhne war einfach zu viel. Revanchieren werden sich die Bayern-Fans nicht so schnell können. Denn die 60er sind ja weiter nur in der dritten Liga.“
Botschaft von Konny Laimer
Stark vom FC Bayern-Fanclub Murtal, für den die familiäre Atmosphäre zwischen Alt und Jung oberste Priorität hat, war, dass sie bei den Feierlichkeiten zu ihrem zehnjährigen Jubiläum über 2000 Euro für den FC Bayern Hilfe e.V. sammelten. Der Tag damals wurde gekrönt von einer Videobotschaft von Konrad Laimer. Dieser hielt darin fest: „Danke, dass ihr uns immer so untersützt, so anfeuert. Macht weiter so. Habe gehört, dass ihr einer der größten Fanclubs aus der Steiermark seid. Bis bald einmal, euer Konny.“
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